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Olivenöl im Test: Preis kein Qualitätskriterium

Bei Olivenöl greifen viele Konsumenten gerne zu Erzeugnissen der höchsten Qualitätsstufe: „natives Olivenöl extra“ bzw. „extra vergine“. Während bei einem Olivenöl-Test vom VKI vor fünf Jahren nur 6 von 21 Olivenöle ein „gut“ schafften, konnten die Anbieter beim aktuellen Test von 15 Olivenölen die strengen Vorgaben besser erfüllen:

Die Mehrheit schnitt „gut“ ab. Lediglich ein Öl erfüllte die strengen Anforderungen nicht und fiel durch. Bei zwei weiteren Produkten gab es Probleme mit Schadstoffen. Insgesamt wurden damit 9 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 2 „weniger zufriedenstellend“ und 1 „nicht zufriedenstellend“ vergeben.

Olivenöl

Eingekauft wurden die Olivenöle in Supermärkten, Diskontern, im Drogeriemarkt und in Bio-Läden für Preise zwischen 5,32 und 19,98 Euro pro Liter. Der Test zeigte auf, dass die Olivenöl Qualität am Preis nicht zu erkennen ist. So führten zwei der günstigsten Olivenöle die Rangliste im Test an.

Während ein Olivenöl von Hofer zu den Besten des Tests zählt, erfüllte das dort ebenfalls erhältliche Olivenöl von „Natur aktiv“ die Qualitätsanforderungen für „extra vergine“ nicht. Es fiel bei der Prüfung durch professionelle Verkoster eines akkreditierten Olivenöl-Panels glatt durch.

Weichmacher im Olivenöl

Zwei weitere Öle konnten im Test ebenfalls nicht glänzen. Bei „Iliada“ wurden größere Mengen an Mineralölrückständen gefunden, bei „Conte de Cesare“ ein relativ hoher Gehalt an Weichmachern.

Weichmacher geraten vermutlich bei der Herstellung (Schläuche, Behälter) oder durch den Kontakt mit dem Verschluss in das Öl und können mitunter auch hormonell wirksam sein. Für „Conte des Cesare“ gab es darüber hinaus bei der Expertenverkostung keine guten Bewertungen. Diese beiden Olivenöle erhielten daher eine „weniger zufriedenstellende“ Gesamtbeurteilung.

Woher stammt das Olivenöl?

Wer Wert auf die Herkunft des Olivenöls legt, sollte sich nicht allein auf die Anmutung der Verpackung verlassen. Am besten zur Sicherheit auch das Kleingedruckte auf der Verpackung lesen um zu erfahren, woher die Oliven und das daraus gewonnene Öl stammen. Denn eine italienische Aufmachung der Produkte ist kein Garant dafür, dass das Olivenöl bzw. die verwendeten Oliven auch tatsächlich aus Italien stammen. Dies war im Rahmen des Tests bei Castello, De Spar, Monini und San Fabio der Fall. Dort wurde trotz italienischer Anmutung der Verpackung eine Mixtur diverser Öle aus der EU verwendet.

Es ist zwar nicht verboten, eine Mischung verschiedener Olivenöle aus unterschiedlichen Ländern für ein extra vergine-Öl zu verwenden, aber wenn man das tut, dann sollten die Verbraucher auch nicht mit der Gestaltung des Produktes auf eine falsche Fährte gelockt werden.

betont VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. Die ausführlichen Ergebnisse gibt es im Testmagazin KONSUMENT und auf www.konsument.at.


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